Vortrag über Erstleser

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Zusammenfassung meines Vortrags
auf der Leipziger Buchmesse am 20.03.2010

Über Leseanfänger und Erwartungen an Erstlesebücher
„Es ist wichtig, bei Kindern die Lust am Lesen zu wecken“
Vorstellung der Neuen Reihe „SELBER LESEN“ von Birgit Sommer.

Übersicht:
– Was ist das besondere dieser Serie?
– Leselernprozess
– Leseverständnis
– Lesemotivation
– Was erwartet man von einem Buch für Leseanfänger?
– Die Herausforderung an Autoren
– Erlernt ein Jeder das Lesen?
– Die Freude am Lesen
– Empfehlung von Stiftung Lesen

Was hebt diese Serie von bisheriger „Erstleserliteratur“ ab?


Sie schließt die Lücke zwischen der Fibel und den Erstleserbüchern,
indem alle Geschichten lautgetreu, aber korrekt geschrieben sind.

Ich unterscheide absichtlich zwischen Leseanfängern und Erstlesern. Ein Erstleser kann schon lesen, während ein Leseanfänger sich noch mit dem Erkennen und zusammensetzen der Buchstaben abmüht und ihm daher Erstlesetexte noch zu schwer sind.

Durch das Auslassen der „Stolpersteine“, wie „ei“, „au“, „eu“ wird das Lesen für Anfänger flüssiger und sie erfassen den Textinhalt besser, d.h. das Leseverständnis tritt früher ein.

Der Leselernprozess


Mit Hilfe der Anlauttabelle buchstabieren Erstleser erste einfache Wörter. Aber ein Leseanfänger müht sich in diesem Stadium noch mit dem Erkennen und zusammenziehen der einzelnen Buchstaben ab. Wir Erwachsenen wissen, dass „E-I-N F-R-E-U-N-D“ – „ain Froind“ ausgesprochen wird.

Die Schüler dürfen lautgetreu Schreiben, warum gibt es (außer in vielen Fibeln) keine Geschichten zu lesen, die darauf Rücksicht nehmen, dass man am Anfang einfache Texte für das Erste Lesen anbietet? Denn es ist ein Unterschied, ob ich einem Laut ein bestimmtes Zeichen zuordnen soll oder umgekehrt.

Das Leseverständnis


Leider ist Lesen in den ersten Lesejahren oft Schwerstarbeit bis das Leseverständnis einsetzt. Aus diesem Grund hört man oft über Erstlesebücher: Lesen wäre langweilig. Wobei die Kinder sehr oft missinterpretiert werden und man nach spannenderen Erstlesetexten, anstelle von einfachen Texten, die die Kinder auch verstehen, sucht.

Denn viele Leseanfänger verstehen meist nicht was sie zusammenbuchstabieren. Beim Lesen lernen, lesen Kinder anfänglich Buchstabe für Buchstabe und ihnen ist oft nicht bewusst, was sie gelesen haben (s.o.)

Um ein flüssiges Lesen von Anfang an zu bieten, verwende ich in der „SELBER-LESEN-Reihe Mara und Timo“ nur Wörter, die Buchstabe für Buchstabe lautgetreu gelesen werden. Weiterhin sind alle Sätze nur einzeilig. das hilft, den Textinhalt besser zu verstehen.

Wie motiviert man Kinder zum Lesen?


Wenn Kinder endlich mit mehr oder weniger Mühe die Buchstaben gelernt haben und zu Wörtern zusammenzusetzten, dann wollen sie auch lesen! Um die Leseanfänger nicht zu entmutigen, wäre es besser, man schreibt für sie lautgetreue (aber korrekt geschriebene) Geschichten. So motiviert man Kinder zum weiter lesen, das schreibt auch Stiftung Lesen (s.u.).

Was erwartet man von einem Buch für Leseanfänger?


Die Anforderungen an ein gelungenes Leseanfängerbuch (nicht nur Erstlesebuch) sind durchaus anspruchsvoll, denn es soll:
– Lesefähigkeit trainieren
– den Lesefluss fördern
– eine klar erkennbare Erzählstruktur haben
und trotzdem interessante Geschichten beinhalten.

Die Herausforderung an Autoren


Die Geschichten für Leseanfänger sollen interessant und abwechslungsreich sein und trotzdem einfache Wörter enthalten.

Wie bin ich da vorgegangen? Mit Hilfe des Grundwortschatzes und Kinderlexika habe ich nach Worten „ohne Buchstabenkombinationen“ gesucht und die ersten Geschichten geschrieben, von denen einige in: „Hallo, wir sind Mara und Timo“, Verwendung fanden.

Erlernt ein Jeder das Lesen?


Wenn ich meiner Verwunderung über die vielen schwierigen Erstleserbücher laut äußerte, erntete ich oft nur Verwunderung: Es hätte noch ein jeder Lesen gelernt. Laut einer Studie haben bis zu 20% der Kinder Probleme beim Lesen lernen. Genau deshalb braucht man spezielle Programme für Leseanfänger. Auch steht ein jeder Leseanfänger einmal auf der Schwelle zwischen Buchstaben kennen und flüssig lesen können (erfolgreiche Erstleser). Daher sollten wir den ABC-Schützen dabei helfen, zu Lesern zu werden!

Die Hefte „Mara und Timo“ können sowohl in der Leseförderung der Grundschule, als auch zu Hause eingesetzt werden. „Es ist wichtig, bei Kindern die Lust am Lesen zu wecken.

Die Freude am Lesen


Aber geht es nur ums lesen lernen oder auch darum den Kindern die Freude an Büchern zu vermitteln? Bedingt durch die „lautgetreue Schreibweise“, machen wir mit den Heften der „SELBER LESEN“ – Reihe den Kindern den Lesestart etwas leichter und motivieren sie so zum Weiterlesen. So werden aus Leseanfänger erfolgreiche Erstleser.

Empfehlung von Stiftung Lesen

Stiftung Lesen schreibt unter der Rubrik: „Die Schule geht los“:
„Die neue Reihe „SELBER LESEN“ wurde speziell für Leseanfänger und Kinder mit Leseschwäche entwickelt, indem Stolpersteine wie Umlaute (ä, ö, ü, äu), Vokalverbindungen (ei, eu, au) und dergleichen vermieden werden, gelingt es den Kindern leichter, den Textinhalt zu erfassen und schneller Erfolgserlebnisse im eigenständigen Lesen zu verbuchen. So motiviert man Kinder!“

© 2010 Birgit Sommer

SELBER LESEN – Die Reihe für Leseanfänger
Geschichten und Texte von Birgit Sommer:

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