Erstes Lesealter

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Erstes Lesealter: Geschichten und Bücher

Foto: privat

Kinder im ersten Lesealter wollen Spaß am Lesen und benötigen eine Menge Ermutigung und nicht Entmutigung. Während des ersten Lesealters können Leseanfänger bereits mit Hilfe der Anlauttabelle einfache Texte und Geschichten lesen, doch braucht man für das erste Lesealter Bücher und Lesetexte mit kurzen, einfachen Wörtern und Sätzen, damit die Kinder leichter verstehen, was sie lesen.

Bücher für das erste Lesealter mit ihrer ersten Lesestufe, haben zwar kurze Texte, sind aber für Leseanfänger nicht besonders gut geeignet, da sie mit zu langen und komplizierten Wörtern und Sätzen geschrieben sind, weshalb Kinder im ersten Lesealter oft nicht verstehen, was sie lesen. Für diese kann ich ein Buch mit abgesetzten Silben empfehlen, da dieses lange Wörter gliedert.

Doch, wie jeder weiß, der mit Kindern im ersten Lesealter zusammenarbeitet, haben sie mit dem Erkennen der einzelnen Buchstaben, schon so viel zu leisten, dass Leseanfänger mit dem Erkennen einzelner Buchstabenkombinationen (au, ei, ch, sch, …) oft überfordert sind. Daher verzichte ich bei den ersten Geschichten auf Wörter mit Buchstabenkombination. Diese einfachen Lesetexte für das erste Lesealter machen Erstlesern Spaß, da sie so sinnverstehend lesen können und somit Geschichten und Texte mit Freude lesen können.

Erstes Lesealter: Buchempfehlungen

Diese Geschichten /Bücher für das erste Lesealter unterstützen die Leseförderung durch ein didaktisch neues Trainingsprogramm, so können Erstleser lesen üben und haben bald das Gefühl: „Ich kann selber lesen!“

Start mit den Buchstaben:
1. Vokale
2. dehnbare Konsonanten (l, m, n, …)
3. Plosivlaute (k, t, p, …)
„Mit Moro lesen lernen“, berücksichtigt diese Kriterien. Es ist ein Übungsbuch zum Lesen lernen mit vielen Übungen zur visuellen Wahrnehmung.

Für eine individuelle Leseförderung im ersten Lesealter braucht man zusätzliche Lesetexte in jeder Stufe. Folgendes Übungsmaterial hat sich bei uns in der Praxis bewährt:

Erstes Lesealter: extra einfache Bücher

Wenn alle Buchstaben eingeführt sind, wollen Kinder im ersten Lesealter Bücher lesen. Bis ein flüssiges Lesen mit Wörtern aller 52 Buchstaben beherrscht wird, sollten Kinder im ersten Lesealter beim Lesetraining nicht überfordert werden. Denn nur durch Leseerfolg wächst Lesemotivation und Lesefreude.
Hier setzt die Leseförderung der Geschichten aus der SELBER-LESEN-Reihe „Mara und Timo“ an.
-> Leseprobe online: Erstes Lesealter

Für diese Bücher fürs erste Lesealter gibt es passende Verständnisfragen im Antolin.

Von einfachen zu schwereren Texten:
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4. Vokalverbindungen (ei/ie, au/eu)
5. Konsonantenverbindungen (ch/ck, sch, st-/sp-)
6. Umlaute (ä, ö, ü, äu)
7. Dehnungen (ah, eh, ih, ieh, oh, uh)
8. Fremdwörter (z.B. Jeans, Garage)

9783861961710Übungsbuch Deutsch:
Mit Moro lesen lernen
Leichter flüssig lesen lernen

+ Geschichten mit steigender Schwierigkeit
+ Fragen zum Text-Verständnis
+ Viele Leselernübungen

Erst ab dieser Stufe gibt es von vielen Verlagen Bücher als Lesebausteine für das erste Lesealter von wenig Text bis hin zu langen Geschichten, die man zur Leseförderung gut einsetzen kann.

Erstes Lesealter: Gute Lernsoftware mit Förderspielen
Lesen 1Zur Leseförderung in der Grundschule oder Zuhause gehört auch die gezielte Förderung von Teilleistungsstörungen der Wahrnehmung. Hierfür, wurden 15 Lernspiele zum Lese-Rechtschreiberweb entwickelt. Dieser Spiele-Baukasten ist lernpsychologisch durchdacht und fördert schwerpunktmäßig das differenzierte Hören und den routinierten Umgang mit Buchstaben und Lauten, z.B. Raumlage b d p q.

Erstes Lesealter: Die Stufen des Leselernens

Durch meine Arbeit mit Kindern im ersten Lesealter weiß ich, dass Leseförderung ein vielschichtiges Thema ist. Eine gezielte Leseförderung für Kinder im ersten Lesalter bedarf daher aller Stufen des Leselernprozesses, was gerade in der Primarstufe beachtet werden muss.
Hier ein kurzer Überblick zu den einzelnen Modulen im Anfangsunterricht:

1.) Für die Wahrnehmungsförderung und das Interesse an Büchern wird in der Kindergartenarbeit immer mehr getan.
2.) Die Erstlesefibeln für den ersten Umgang mit Buchstaben und Silben
werden immer besser.
3.) Leseanfänger lernen lesen, s.u.
4.) Fürs Textverständnis von immer längeren Texten gibt es Übungen.
5.) Fürs Textverständnis von immer komplexeren Texten gibt es Übungen und Strategien.

Für 3.) gibt es zu wenig einfache Bücher und Texte im ersten Lesealter. Kürzere Texte, bzw. Texte in großer Schrift reichen zum Schriftspracherwerb nicht aus. Eine Fremdsprache versteht man auch nicht deshalb besser, indem sie lauter gesprochen wird. Wenn vorangegangene Stufen im Leselernprozess nicht gefestigt sind kommt es zu Problemen in Stufe 4.) und 5.).

Aus diesem Grund habe ich für die Leseförderung für Kinder im ersten Lesealter ein innovatives Förderkonzept entwickelt, welches aus folgenden Bausteinen besteht:

Erstes Lesealter: Ergänzte Lesestufen

zu 2.) Vorstufe: Wiederholung der Buchstaben (erst Vokale und stimmhafte Konsonanten,
später Plosivlaute und seltenere Buchstaben).
zu 3.) Kurze, einfach zu lesende, aber spannende Geschichten
– Stufe A: lautgetreue Texte, nur aus buchstabengetreuen Wörtern
– Stufe B: Texte mit Stolpersteinen „ei“, „eu“, „ch“, „sch“, „st-/sp-„, zu gezielt üben
– Stufe C: Einfache Wörter, zzgl. alle Funktionswörter (ich, ihm, wie, …) im Text
– Stufe D: Texte zur Sicherung des Grundwortschatzes

Viele Eltern/Lehrer haben bestätigt, dass durch dieses Konzept der Leseförderung, Kinder im ersten Lesealter den Textinhalt besser verstehen und so schneller zu erfolgreichen Lesern werden. Es hat zwar jeder Leseanfänger auf einem anderen Gebiet seine Leseprobleme, aber gerade bei Kindern im ersten Lesealter muss man den Leselernprozess genau beachten, damit man bei jedem Leseanfänger einen Lesefortschritt erzielen kann und er somit Spaß am Lesen von Geschichten bekommt.

-> Erstes Lesealter: Die Leselernstufen im Detail

-> Definitionen in der Lautlehre

Erstes Lesealter: Die individuelle Leseförderung

Trotz eines einheitlichen Unterrichtes in der Grundschule stehen die Schüler bereits in der 1. Klasse auf verschiedenen Stufen der Lesekompetenz. Da Leseanfänger noch Buchstabe für Buchstabe lesen, haben sie mit Geschichten (die Wörter mit Buchstabenkombination enthalten) oft große Probleme.

Wir erfahrenen Leser wissen dass „E-I-N F-R-E-U-N-D“ – „ain Froind“ ausgesprochen wird. Wenn Kinder im ersten Lesealter aber nicht verstehen, was sie lesen, wie lange (insbesondere Jungs) probieren es dann noch? Warum sind Bücher und Geschichten zum Lesen lernen zwar kurz, aber mit der vollen Komplexität der deutschen Sprache behaftet?

Erwachsene, die nie Probleme beim Lesen hatten, können sich das oft nicht vorstellen, dass lesen lernen im ersten Lesealter ein hartes Stück Arbeit ist und behaupten: „Lesen hat noch jeder einmal gelernt.“ Wie ist es dann zu erklären, dass 5% der Erwachsenen in Deutschland Analphabeten sind?

Damit das Leseverständnis bei Grundschulkindern früher eintritt und somit der Leseerfolg und die Leselust sich entwickeln können, habe ich gezielt Geschichten für Kinder im ersten Lesealter geschrieben, die nur aus Wörtern ohne Buchstabenkombination bestehen. Daher kann man diese Geschichten und Lesetexte sehr gut zur Leseförderung im ersten Lesealter in Grundschule oder Förderschule einsetzen.

Folgende Unterrichtsideen machen einem Kind im ersten Lesealter Spaß:
Wortbaustelle, Lesedose, Buchstaben und Silben Schwingen, Bewegungsübungen, …

Wenn Kinder im ersten Lesealter anfangen Geschichten gerne zu lesen, werden sie feststellen, dass eine gute Geschichte, wie ein guter Freund sein kann. Ersetzen kann ihn ein Geschichtenbuch nicht, aber man kann mit Geschichten viele neue Abenteuer erleben und dadurch den Horizont erweitern.

„Stiftung Lesen“ schreibt unter „Thematische Buchtipps 2009 – Die Schule geht los“: „So motiviert man Kinder ab 6-7 Jahren!“

-> Leseprobe für das erste Lesealter

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© Birgit Sommer schreibt Bücher für das erste Lesealter

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Über Birgit Sommer

Jeder Leseanfänger steht einmal auf der Schwelle zwischen Buchstaben kennen und Lesen können, daher brauchen sie auch einfachere Geschichten zum flüssig Lesen lernen. Gerne gebe ich auch Lesungen oder Seminare. Viele Grüße, Birgit Sommer (Autorin für Leseanfänger und leseschwache Kinder)
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