Schülercoaching – das Kind im Mittelpunkt

Individuelle Diagnostik und Therapie bei Lernschwierigkeiten

Gastartikel von Meike Jürgensen

Tom ist eigentlich ein guter Schüler. Der Neujährige ist in allen Fächern gut, nur in Mathematik hat er große Schwierigkeiten. Eine Dyskalkulieförderung in der Schule und Nachhilfestunden am Nachmittag haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Inzwischen ist Tom überzeugt davon, er sei einfach „zu doof für Mathe“. Das Erledigen der Hausaufgaben und das zusätzliche Üben mit den Eltern belastet besonders die Beziehung zwischen Mutter und Sohn.

Tom geht nicht mehr gerne in die Schule. Besonders an den Tagen, an denen Mathematik auf dem Stundenplan steht, klagt er oft über Bauchweh. Sein früheres Selbstbewusstsein hat einen „Knick“ bekommen, wie seine Mutter es ausdrückt. Die Eltern sind verzweifelt. Sie wollen ihrem Sohn helfen, ohne ihn noch mehr unter Druck zu setzen. Sie kommen mit Tom zum Schülercoaching, um die Hintergründe der Probleme herauszufinden und ihm Hilfe zukommen zu lassen.

Im Anamnesegespräch findet sich zunächst kein Hinweis auf die Ursachen von Toms Rechenschwäche. Erst die Teschler Bildanalyse, ein individueller Ansatz zur Befundaufnahme und Diagnostik bei Lernschwierigkeiten, bringt Licht in die Hintergründe der Probleme. Ich nutze von Tom gemalte thematische Bilder, um zentrale Informationen über seinen körperlichen, psychischen und mentalen Zustand zu erhalten und die Zusammenhänge zu verstehen, die zu seinen Lernproblemen geführt haben. Es wird deutlich, dass Teile von Toms linker Gehirnhälfte, die an der Verarbeitung von Zahlen beteiligt sind, nicht richtig funktionieren. Tom kann zwar Rechenoperationen verstehen, aber Zahlen zu verarbeiten und zu speichern fällt ihm extrem schwer. Ursächlich dafür ist ein frühkindlicher Unfall, bei dem sein Kopf in Mitleidenschaft gezogen wurde und den die Eltern auf Nachfrage hin bestätigen. Es stellt sich heraus, dass auch eine allgemeine Unruhe die bei Tom da ist auf diesen Unfall zurückgeht. Die bisher erfolgten Maßnahmen konnten nicht gelingen, weil sie nicht an den Ursachen von Toms Problemen ansetzten. Das ständige Üben dessen was Tom nicht konnte hatte ihm nur Frust gebracht und die Erfahrung: „ich kann nicht“ verstärkt.

Tom kommt einmal die Woche zum Schülercoaching. Mit Körperübungen und Massagen stabilisieren wir sein Selbstbewusstsein und bauen seine innere Unruhe ab. Mit der Mentaltechnik „Lernräume“ gelingt es Tom, den beeinträchtigen Teil seiner Gehirnfunktionen zu aktivieren und zu trainieren, bis ihm die Verarbeitung und Speicherung von Zahlen gut gelingt. Die Eltern verfolgen mit mir gemeinsam Toms Fortschritte. Nach ca. sechs Monaten hat Tom seine Schwierigkeiten überwunden. Er bewältigt die schulischen Anforderungen in Mathematik und ist allgemein ausgeglichener. Und: er ist wieder selbstbewusst und hat wieder Spaß an der Schule. Seine Eltern sind froh. Seine Mutter sagt zu mir: „Ich wusste doch – mein Tom kann mehr als es aussieht. Wir mussten nur herausfinden, welche Hilfe er braucht!“

Tom ist nur ein Beispiel für ein Kind mit Rechenschwäche. Die Ursachen der Problematik sind bei jedem Kind anders. Das gilt auch für LRS und andere Lern-, Konzentrations- und Verhaltensschwierigkeiten und auch für Probleme im Zusammenhang mit Hochbegabung. Deshalb ist in der Teschler Lernförderung die individuelle Befundaufnahme Grundlage jeder Intervention mit dem Ziel, diesem Kind wirksam und effektiv zu helfen.

Kontakt:
978-3- 939578-25-3© Meike Jürgensen, Schülercoaching
Sonderpädagogin und Lerntherapeutin (Teschler Lernförderung)
Weitzweg 10, 53945 Blankenheim-Rohr
an der A1 im Dreieck Köln-Bonn-Aachen
Tel. 02440/3049940
www.lernlust-juergensen.de
Buchtipp:
Frauke Teschler: Fit fürs Lernen
Polarity-Verlag 14,80€ ISBN: 978-3- 939578-25-3

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Über Gast

Gastartikel über Lernprobleme: Birgit Sommer schreibt einfache Geschichten für Leseanfänger. Da nicht nur Legastheniker davon profitieren, werden hier auch Gastartikel über Lernprobleme und lesen lernen bei Lernproblemen veröffentlicht. Fachartikel sowie Erfahrungsberichte über AD(H)S, Autismus, DAF, DAZ, DS, LRS, ... sind herzlich willkommen.
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