Bewegung, das Tor zum Lernen

Ist Lernen Stress?
Obwohl Lernen zur grundlegenden Entwicklung von Kindern gehört, verbinden viele Kinder Lernen und Schule leider nur als Stress. Warum? Stress entsteht durch Überforderung. Dieser kann schon durch eine neue Umgebung mit neuen Menschen aufgebaut werden. Stress kann somit auch durch den Schuleintritt/-wechsel entstehen.

Werden Kinder beim Lernen überfordert, bauen diese Stress auf. Diesen kann man beim Lernen abbauen, indem man die Lerneinheiten dem Kind anpasst. Je häufiger aber eine Stresssituation auftritt, desto mehr kommen Kinder aus dem Gleichgewicht. Durch den negativen Stress werden bestimmte Hirnbereiche blockiert und die Konzentration, das Lernen, teilweise sogar die Koordination erschwert.

Abbau von negativem Stress
Um eine angenehme Lernsituation aufzubauen, müssen wir eine angenehme Lernsituation schaffen, sowie Lernblockaden aufspüren und lösen. Lernen hat sehr viel mit Gefühl/Wahrnehmung und der körperlichen Umsetzung, bzw. mit den Händen fühlen zu tun. Je jünger die Kinder sind desto wichtiger ist das. Hierzu gibt es eine Reihe an BrainGym-Übungen mit denen man einiges in den grundlegenden Bereichen der Wahrnehmung und Motorik “Korrigieren” kann:
– Augen und Ohren
– Gleichgewicht
– Raumlage

Stress gibt es schon immer. Menschen in der Steinzeit hatten Stress, wenn sie in Gefahr gerieten, z.B. Angriff eines Säbelzahntigers. Was kann man bei Stress tun? Kämpfen oder Fliehen! Um mehr Kräfte zu aktivieren wurden für die Flucht oder den Kampf Hormone freigesetzt, die auch heute noch bei Stress vom Körper ausgeschüttet werden, d.h. auch heute ist Bewebung der Schlüssel zum Stressabbau und besserem Lernen.

Lernen mit Bewegung
Ein altbewährter Spruch lautet: Legasthenietraining beginnt in der Turnhalle. Dies wurde durch diverse Tests und Studien bewiesen und wird auf die unterschiedlichsten Weisen wieder neu erkannt. Ein Sportler geht aufrecht. Ein aufrechter Gang hat mit Selbstbewusstsein zu tun. Selbstbewusstsein wiederum ist der Schlüssel zum Lernen.

Wichtig ist, dass die Kinder erst einmal ihren Platz finden und sich selbst wahrnehmen (Erden). Hierzu gibt es ein sehr schönes Lied:
Ich bin da, ich bin da, ich bin da.
Nicht da oben, nicht da unten, sondern da.
Nicht da vorne, nicht da hinten, sondern da.
Ich bin da, ich bin da, ich bin da.

Eine schöne Übung ist auch das sich selbst abklopfen
von oben bis unten / linke Seite und rechte Seite.
Mit Bewegungen bekommt ein Kind nicht nur ein Bewusstsein, wo es im Raum steht, sondern es werden auch beide Gehirnhälften aktiviert. Durch BrainGym/Kinesiologie werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, bzw. dienen als Gesundheitsvorsorge.

Doch, was ist Kinesologie/BrainGym?
Kinesologie ist eine Lehre der Bewegung. Für sie wurden viele östliche und westliche Methoden der Medizin auf einfache und effektive Weise miteinander kombiniert. Sie ist eine ganzheitliche Methode damit Körper, Geist und Seele wieder ins Gleichgewicht kommen.

Da sich die Kinesologie fürs Denken und Lernen sehr erfolgreich bewiesen haben, bezeichnet man es auch als BrainGym – Hirngymnastik. Lernblockaden kann man erkennen und lösen mit kinesologischen Tests und Korrekturen. Die linke und rechte Gehirnhälfte werden aktiviert.
Siehe auch: Edu-Kinestetik-Brain-Gym EFT, Erziehung durch Bewegung.

Wie lernt unser Gehirn?
Das Gehirn arbeitet und lernt besser bei Bewegung. Damit das Gehirn funktioniert, müssen wir ausreichend Wasser trinken und uns bewegen.
Kinesologie/BainGym ist eine ganzheitliche Methode um optimal Lernen zu können. Folgende Übungen sollen helfen, damit die rechte und linke Gehirnhälften besser miteinander kommunizieren können:

AUFMERKSAMKEIT und ENTSPANNUNG (Zur Ruhe kommen)
1. Anschaltknöpfe (Hand unter der Nase / Hand untern Nabel)
– abschalten und auf Aufgaben konzentrieren
– bessere Koordination
2. Eule (Kopf nach rechts / links drehen)
– Hören, Unterscheiden, Speichern
– auditive Wahrnehmung
– Entspannung von Schulter und Nacken
(wenn man verspannt ist kann man nicht denken)
3. Überkreuzen (linke Hand zum rechten Knie und umgekehrt)
– anspannen und entspannen
– ein- und ausatmen mit einbauen
4. liegende Acht
(sehr gut in den verschiedensten Varianten)
– Sehen, Hören, Bewegen
– Koordination Auge/Hand
– Buchstaben/Zahlen
a) Mit den Augen eine Acht beschreiben
b) Mit der Nase eine Acht malen
c) Dirigieren (malen mit den Händen)
d) Elefant (Arm als Rüssel / Kopf auf Schulter)
5. Denkermütze (Ohren reiben – Akupunkturpunkte)
– Aufmerksamkeit / Zuhören / Sprechen – Gesichtsmuskulatur
6. Nachdenken (Hand im Nacken / Hand auf Stirn)
– positiv denken
– Brett vorm Kopf lösen
7. Gorilla klopfen (Auf die Brust trommeln)
(Gehirnknöpfe werden so leichter getroffen)
– Erden
8. Cook Übung (Hände verdreht falten und nach oben drehen / Beine über kreuz)
Übung kann im stehen, sitzen, liegen durchgeführt werden
– beruhigend, Stressabbau
– fördert Motivation und Selbstbewusstsein
– erhöht Aufmerksamkeit
9. Hampelmann
(hüfen: Hände hoch / Beine zusammen – Hände runter / Beine auseinander)
Hilft zur Koordination: oben – unten / rechts – links
Diese Übungen lassen sich sehr gut in der Gruppe durchführen (vor neuen Aufgaben), wie auch in eine Bewegungsbaustelle integrieren, sobald die Übungen bekannt sind.

Sehr gut werden die Übungen angenommen, wenn die eingeübten Bewegungen in eine Geschichte oder ein Lied eingebaut werden, z.B. “Ich habe eine Maus gesehen, die wollt auf Weltraumreise gehen” von Volker Rosin.

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Über Birgit Sommer

Jeder Leseanfänger steht einmal auf der Schwelle zwischen Buchstaben kennen und Lesen können, daher brauchen sie auch einfachere Geschichten zum flüssig Lesen lernen. Gerne gebe ich auch Lesungen oder Seminare. Viele Grüße, Birgit Sommer (Autorin für Leseanfänger und leseschwache Kinder)
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