Aufmerksamkeit steigern

Mit kleinen Übungen die Aufmerksamkeit steigern

Gastartikel von Jeanni Seelking

Konzentration

Viele Kinder und Jugendlichen mit Lernproblemen haben auch Schwierigkeiten mit der Konzentration. Sie lassen sich sehr schnell ablenken und verlieren dadurch immer wieder den roten Faden.
Mit einfachen Konzentrationsübungen kann man gemeinsam mit seinem Kind im Alltag die Konzentration steigern. Das ist gar nicht schwer und macht den meisten Kindern Spaß, da es nicht mit dem typischen „du musst das jetzt lernen“ verbunden.
Hier sind ein paar Beispiele für Konzentrationsübungen, die Sie mit Ihrem Kind durchführen können:

1. Was fehlt denn da?
– Es werden auf den Tisch 10 Dinge des Alltags gelegt
(Fernbedienung, Uhr, Schlüssel, Haargummi, Schere etc.).
– Das Kind darf sich diese Dinge eine Minute lang genau anschauen und einprägen.
– Nun dreht sich das Kind um und steht mit dem Rücken zum Tisch.
– Man nimmt ein Teil von Tisch und das Kind darf sich wieder herumdrehen.
– Das Kind muss so schnell wie möglich sagen, was vom Tisch entfernt wurde.

2. Stadt-Land-Fluss
– Jeder zeichnet auf einem Blatt (DIN A4) eine Tabelle mit Kategorien der eigenen Wahl. Diese könnten sein: „Stadt“ „Land“ „Fluss“ „Name“ „Tier“ „Beruf“.
– Das Kind geht in Gedanken das ABC so lange durch, bis der Andere „Stopp“ ruft.
– Der Buchstabe, bei dem das Kind stehen geblieben ist, wird der Anfangsbuchstabe für die Spielrunde.
– Hier ein Beispiel: Emden – Estland – Elbe – Erich – Esel – Elektriker
– Wer so schnell wie möglich mit dem Ausfüllen der Spalten ist, ruft laut „Stopp“ und niemand darf mehr weiter schreiben. Für jede richtige Lösung gibt es einen Punkt.

3. Mandalas ausmalen
– Mandalas auszumalen fördert die Konzentration und die Genauigkeit.
– Hier findet man zum Beispiel sehr schöne Mandalas zum Ausdrucken:
http://www.mandala-bilder.de/
http://www.kinder-malvorlagen.com/zum-ausmalen/vorlagen-muster-formen-mandalas.php

4. Wegbeschreibung
– Das Kind schreibt oder zeichnet zum Beispiel den Weg von zu Hause bis zur Schule oder den Weg vom Spielplatz nach Hause auf.

5. Ich sehe was, was du nicht siehst
– Man sagt: „Ich sehe was, was du nicht siehst (was ihr nicht seht) und das ist… „
– Nun folgt die Farbe, die der ausgesuchte Gegenstand hat: grün, gelb, rot, blau, etc.
– das Kind darf nun raten, was man wohl meinen könnte.
– Man antwortet immer nur „ja“ oder „nein“.
– Wenn nach langer Zeit das Kind noch immer keiner nicht auf die Lösung kommt, kann man noch einen weiteren Tipp geben.

6. Mit den Händen atmen
– Das Kind setzt sich locker hin und atmet frei.
– die Hände und Unterarme liegen auf den Tisch und die Augen sind geschlossen.
– Es atmet ruhig und regelmäßig.
– Bei jedem Einatmen werden die Handflächen nach oben und beim Ausatmen wieder nach unten gedreht.
– Nach etwa drei bis vier Minuten wird die Übung beendet und die Hände ruhen wieder auf dem Tisch.
– Nun spürt das Kind mit geschlossenen Augen in sich hinein.

7. Fantasiereise:
– Man sagt dem Kind 4 Worte.
– Diese werden von dem Kind wiederholt und schließt danach die Augen.
– Mit geschlossenen Augen erzählt es eine Geschichte, in denen die 4 Worte vorkommen müssen.

8. Zeitungsartikel
– Das Kind bekommt einen Zeitungsartikel.
– Es muss zum Beispiel den Buchstaben „A“ anmalen und am Ende zählen, wie oft der Buchstabe vorgekommen im Artikel vorgekommen ist.

9. Was hörst du?
– Das Kind sitzt mit dem Rücken zum geöffneten Fenster und hört den Geräuschen von draußen zu.
– Nach 5 min beschreibt es, was es alles gehört hat.

10. Ich packe meinen Koffer
– Dieses Spiel kann man in zwei Varianten spielen:
– Variante 1: Man spricht dem Kind die Zeilen „ich packe in meinen Koffer und nehme mit…“ einzeln vor und das Kind wieder holt das Gesagte. Sobald das Kind die Zeile wiederholt hat, packt man einen weiteren Gegenstand in den Koffer.
– Variante 2: Man wechselt sich mit dem Kind ab und jeder darf einen neuen Gegenstand hinzufügen.
Wichtig: Man darf die Reihenfolge der Gegenstände nicht durcheinanderbringen. Passiert dies, ist das Spiel beendet.

© Jeannette Seelking-Kürth
Zertifizierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin
http://j.seelking.de

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Über Gast

Gastartikel über Lernprobleme: Birgit Sommer schreibt einfache Geschichten für Leseanfänger. Da nicht nur Legastheniker davon profitieren, werden hier auch Gastartikel über Lernprobleme und lesen lernen bei Lernproblemen veröffentlicht. Fachartikel sowie Erfahrungsberichte über AD(H)S, Autismus, DAF, DAZ, DS, LRS, ... sind herzlich willkommen.
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