Lernlust, Mut und Selbstbewusstsein

Gastartikel von Gisela Satzinger, Heilpraktikerin

Themen die bei allen Lernproblemen berücksichtigt werden müssen:

Selbstbewusstsein, Mut und Lust haben eine entscheidende Bedeutung für den Menschen, sein Lernen und sein Leben. Zumal als Kind, in dessen Leben die Hauptaufgabe und Beschäftigung ja im Lernen besteht.

Lernprobleme stellen im kindlichen Erleben oftmals unüberschaubare Hürden und unlösbare Aufgaben für den jungen Menschen dar.

Schon bei leichten Schwächen, vor allem wenn LRS und RS oder gar Legasthenie, Dyskalkulie, AD(H)S durch Tests diagnostiziert werden kann der junge Mensch leicht in die Spirale eines antisozialen Verhaltens kommen, mit Unlust, Entmutigung, eines geringer werdenden oder überschießenden, irreal überhöhten Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins.

Sehr früh einsetzende substantielle und ganzheitliche Unterstützung von außen ist dann für den heranwachsenden Menschen sehr sinnvoll und oftmals von entscheidender Bedeutung für seine weitere Entwicklung.

Oftmals reichen Nachhilfe und verstärktes „Pauken“ nicht aus, denn körperliche, seelische oder soziale Probleme belasten und behindern das Kind weiterhin und ungelöst beim Lernen.

Ausgezeichnet sind hier die Methoden der Teschler Lernförderung einzusetzen.

Hierbei werden die individuellen Themen der jeweiligen Lernproblematik in ihrem Kern/Ursprung diagnostiziert und entsprechend behandelt.

Darüber hinaus lernen Kinder und Jugendliche substantiell ihre Entwicklung wieder in Richtung Lernlust, Mut und ausgeglichenes Selbstbewusstsein zu orientieren. Im Elterncoaching lernen Eltern ihre Kinder dabei konstruktiv zu unterstützen.

Denn …

Lust, Selbstbewusstsein und Mut beginnen mit einem guten Körpergefühl.

Ebenso das Lernen!

Denn Lernen findet nicht nur kognitiv, im Gehirn oder emotional statt, sondern das ganze „Biosystem Mensch“ lernt, überall und vom ersten bis zum letzten Augenblick des Lebens.

Allerdings ist der Mensch von seiner Geburt an mit Dingen konfrontiert, die er selbst nicht beherrschen kann.Will er leben, muss er sein Nichtkönnen durch Lernen überwinden. Nur so ist ihm möglich, das was ihm begegnet stets neu zu bewältigen, zu be-greifen und zu-er-fassen. Dazu braucht er Mut.

Mit jeder neuen, erfolgreichen Erfahrung die Dinge und die Welt immer besser zu beherrschen wächst sein Selbstbewusstsein und Mut wie das lustvolle Gefühl „ich kann was und ich bin stark“. D.h. wenn der Mensch etwas lernt, etwas beherrscht, dann mag er dieses, fühlt er sich wohl, spürt und erlebt diesen Erfolg körperlich durchgängig als angenehm.

Wird das Kind so früh wie möglich hierbei positiv unterstützt, kann es Freude am weiteren Lernen entwickeln. Es nimmt den Lernerfolg als Anreiz und Bestätigung für sich selbst und als Beweis, dass es noch mehr Erfolge haben kann. So wird es sich freudig, neugierig und/oder mutig an weiteren Dingen, die ihm in der Welt begegnen versuchen.

Ein Misserfolg wird als Aufforderung und Ansporn erlebt. Da das Kind können will, werden Frustrationen oder Trotzreaktionen selten lange anhalten.

Bekommt ein Kind aufgrund seines Handeln immer wieder von außen negative Reaktionen, wie Schimpfen, Drohungen oder Ablehnung, erlebt diese körperlich als unangenehm, fühlt sich im Ganzen, in seiner Existenz bedroht, verliert es innerlich den Boden, wird unsicher und entmutigt.

Solche Kinder verhalten sich scheu und ängstlich oder laut, launenhaft, nervös und rabaukenhaft, somit überheblich aufgrund ihres Geltungsstrebens als Kompensationsversuch. Sie verweigern sich mit antisozialem Verhalten, weil sie sich nicht anders zu helfen wissen.

Die substantiell wirkenden Methoden der Teschler Lernförderung helfen – einsetzbar ab dem Vorschulalter bis zum Studium – aus dieser Spirale der Entmutigung, des Gefühls von eigenem Unvermögen, des geringen oder „zu viel“ an Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins heraus zu kommen… hin zu einem ausgeglichenes Selbstbewusstsein, zu Lust und Mut fürs Lernen und Leben.

Literaturhinweise

978-3939578253Teschler F., Fit fürs Lernen, Polarity 2008
Teschler F., So enstehen Lernprobleme, Polarity 2011
Teschler W., Lernen mit Sinn und Ziel, Polarity 2009

Adler A., Individualpsychologie, E. Reinhardt 1982,
Dreikurs R., Lehrer und Schüler lösen Disziplinprobleme, Beltz 2007,
Dreikurs R., Selbstbewusst, dtv 2003
Lowen A., Bioenergetik, rororo 2008

© Gisela Satzinger, Heilpraktikerin
Schüler- und Elterncoaching: http://www.lernlust-erl.de
Praxis im http://www.heilzentrum-erlangen.de

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Über Gast

Gastartikel über Lernprobleme: Birgit Sommer schreibt einfache Geschichten für Leseanfänger. Da nicht nur Legastheniker davon profitieren, werden hier auch Gastartikel über Lernprobleme und lesen lernen bei Lernproblemen veröffentlicht. Fachartikel sowie Erfahrungsberichte über AD(H)S, Autismus, DAF, DAZ, DS, LRS, ... sind herzlich willkommen.
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