Hilfe bei Legasthenie


Wie kann man bei Legasthenie helfen?

Wie können Eltern einem Kind mit Legasthenie helfen?

Kinder mit Legasthenie sollten grundsätzlich nur richtig geschriebene Wörter sehen. Daher sollte ein falsch geschriebenes Wort sofort wegradiert und richtig geschrieben werden. Helfen Sie hierbei ihrem Kind mit Legasthenie.

Lesen ist jedoch wichtiger als Rechtschreiben, denn die Lesekompetenz ist in allen Fächern zum Wissenserwerb wichtig! Die richtige Rechtschreibung kommt durch viel Lesen und Übung. Da ein Kind aber auch noch Zeit zum Spielen, Toben und Erholen braucht, müssen die Eltern die richtigen Prioritäten setzen.

Lesen Sie daher mit Ihrem Kind in übersichtlichen Zeit- und Stoffeinheiten. Lassen Sie Ihr Kind anfänglich nur einzelne Wörter, später einzelne Sätze, dann Absätze laut vorlesen. Verwenden Sie hierfür die Lesefibel oder die dazugehörigen Übungstexte. Zur Wiederholung oder Ergänzung eignen sich andere Lesefibeln oder Texte, die buchstabengetreu gelesen werden, -> zum Beispiel -> „Mara und Timo“ von Birgit Sommer.

Schulische Entlastung bei Legasthenie


Bei einem Teil der Kinder bleiben die Probleme der Legasthenie auch nach den ersten beiden Schuljahren bestehen. Diesen Kindern mit Legasthenie muss daher eine Entlastung vom schulischen Notendruck gewährleistet werden, um ihnen eine Begleiterscheinung der Legasthenie, wie zum Beispiel Schulängste zu ersparen.

Rechte, Schule und Gesetz:
Legasthenie Erlass / Nachteilsausgleich


In der heutigen Gesellschaft muss man in der Regel lesen und schreiben können, wer dies nicht (gut) kann gilt als dumm oder faul. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Kindern mit Legasthenie lange Zeit der Zugang zu einer Höheren Schule, d.h. Realschule oder Gymnasium verwehrt wurde.

Zum Glück ist das heute nicht mehr der Fall, denn auch ein Kind mit Legasthenie hat Rechte, die in der Verordnung vom Legasthenie Erlass / Nachteilsausgleich geregelt sind. Laut Verordnung vom Legasthenie Erlass wird Kindern mit Legasthenie Zeitzuschläge und Notenschutz bzgl. der Rechtschreibung ab der Grundschule bis zum Gymnasium gewährt. Da die Vorschriften zu diesem Erlass sehr unterschiedlich sind, muss man sich nach den für sein Bundes-/Land gültigen Legasthenie Erlass erkundigen.

Im Legasthenie Erlass ist geregelt, wer unter welchen Voraussetzungen welche Schutzmaßnahmen / welchen Nachteilsausgleich erhält. Dieses Gesetz soll die Nachteile, die legasthene Schüler gegenüber ihren Mitschülern haben ausgleichen, was zu besseren Noten führt. Da diese bessern Noten sich auch aufs Zeugnis auswirken, muss der gewährte Nachteilsausgleich auch in der Zeugnisbemerkung stehen. Aus diesem Grund verzichten viele in der Oberstufe auf diesen Nachteilsausgleich bei Legasthenie.

Bitte betrachten Sie das nach diesem Legasthenie Erlass erstellte Gutachten, für ihr von Legasthenie betroffenem Kind nicht als einen Freifahrtschein, dass es die Regeln der deutschen Rechtschreibung nicht zu erlernen braucht, denn spätestens im Berufsleben gibt es für Legastheniker keinen Schutz mehr, was sich bereits bei der Suche nach einer Ausbildung bemerkbar macht.

Heute kann zwar jeder mit Hilfe der Rechtschreibprüfung im Computer ein fehlerfreies Bewerbungsschreiben verfassen, was nur mit Hilfe von einem Wörterbuch recht schwierig war. Jedoch sollte die Rechtschreibung der häufigsten Wörter bekannt sein um im Beruf nicht unangenehm aufzufallen.

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Über Legasthenie/Legastheniker

Für Leseanfänger und Legastheniker, d.h. bei Legasthenie: Einfache Texte zum Buchstaben wiederholen und flüssig lesen lernen von Birgit Sommer.
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