Zur Diagnose von Legasthenie

Legasthenie
Gutachten für die Diagnose von Legasthenie

Diagnose von Legasthenie (Gutachten)

Oft gibt es andere Ursachen für Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, die sich durch die Behebung ihrer Ursache relativ leicht beheben lassen. Wurden von einem Arzt aber organische Ursachen, wie Schwerhörigkeit oder Fehlsichtigkeit sowie ungünstige Rahmenbedingungen, wie psychische Belastung aufgrund der häuslichen Situation (zum Beispiel: Trennung der Eltern, Leistungsdruck, …) ausgeschlossen, so sollte man einen Test zur Diagnostik / Feststellung einer Legasthenie durchführen lassen.

Zur Diagnose von Legasthenie werden ein Rechtschreibtest, ein Lesetest und ein Intelligenztest durchgeführt und im anschließendem Gutachten die Ergebnisse miteinander verglichen. Für die Diagnose, das Gutachten der Legasthenie ist es auch wichtig zu wissen, wie sich ein Kind bzgl. Sprache, Fein- und Grobmotorik sowie Wahrnehmung entwickelt hat. Für ein besseres Gesamtbild kann auch die Einsichtnahme in Schulhefte und Schulzeugnisse nützlich sein.

Da sich Kinder mit einer Legasthenie von allgemein leseschwachen Kindern in ihrem Fehlerbild nicht unterscheiden, jedoch alle von Fördermaßnahmen profitieren, sollten auch alle Kinder unabhängig vom IQ eine Förderung erhalten, damit sie Chancen auf einen Schulabschluss sowie später auf dem Arbeitsmarkt haben.

Weitere Begriffe hinsichtlich Legasthenie
sowie verschiedene Arten von Legasthenie

Der Leselernprozess
Bei den folgenden Beschreibung der Arten von Legasthenie möchte ich auf den Leselernprozess hinweisen, welcher unbedingt beachtet werden muss!
-> Der Leselernprozess

Diagnose Verbale Legasthenie, bzw. Lautunterscheidungsschwäche: Von der verbalen Legasthenie spricht man, wenn zwischen Buchstaben und Lauten keine ausreichende Verbindung hergestellt werden kann und einzelne Laute oder ähnlich klingende Laute (d-t, g-k, b-p) nur schwer voneinander unterschieden werden können. Daher spricht man von einer Lautunterscheidungsschwäche, die auch aufgrund eines lokalen Dialektes hervorgerufen sein kann.

Diagnose Literale Legasthenie: Unter dem Begriff literale Legasthenie versteht man, wenn einzelne Buchstaben nur schwer voneinander unterschieden werden können. Die literale Legasthenie lässt sich noch einmal aufteilen in:
– Optische Differenzierungsschwäche: Bei einer Legasthenie kann man die kleinen Unterschiede oft nicht erkennen (h-n-r, m-n, c-o)
– Raumorientierungsschwäche: Kinder mit Legasthenie ist sich unsicher, in welcher Lage die Buchstaben stehen (spiegeln, oben/unten, z.B. b-d-p-q)

Diagnose Oberflächendyslexie, bzw. Verbindungsschwäche: Die Wörter können nicht ganzheitlich erkannt werden oder gar nicht lautierend zusammengeschliffen werden, sondern müssen mühsam buchstabiert werden und ergeben somit keinen Sinn.

Diagnose Hyperlexie: Das gelesene wird flüssig vorgetragen, aber nicht verstanden. Es wird zu viel Energie auf das richtige Vortragen gelenkt und keine Gedankenpausen zum Reflektieren eingelegt.

Diagnose Tiefendyslexie: Wörter können zwar gelesen werden, aber nicht buchstabiert werden. Hierbei muss unterschieden werden zwischen folgenden Arten der Legasthenie:
– Wortbildschwäche: Bei einer Legasthenie kann sich nicht vorstellen oder erinnern, wie es ein Wort schreiben muss.
– Sequenzschwäche: Das Kind mit Legasthenie kann sich nur schwer Reihen merken (Monate, Wochentage, Alphabet) und vertauscht somit auch die Buchstabenfolgen eines Wortes.

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Über Legasthenie/Legastheniker

Für Leseanfänger und Legastheniker, d.h. bei Legasthenie: Einfache Texte zum Buchstaben wiederholen und flüssig lesen lernen von Birgit Sommer.
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