Leseförderung in der Schule und Zuhause

Leseförderung von
Leseanfängern und Erstlesern

Foto: privat

Ermutigung bei der Leseförderung
Die Stufen des Lesenlernens bei der Leseförderung
Ergänzte Zwischenstufen bei der Leseförderung
Leseförderung bis zum Flüssig Lesen lernen
Bücher zur Leseförderung
Lernsoftware zur Leseförderung
Üben ist wichtig bei der Leseförderung
Buchstaben und ihre Aussprache
Leseförderung bis zum Leseverständnis

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Kinder benötigen bei der Leseförderung eine Menge Ermutigung und nicht Entmutigung. Leseanfänger und Erstleser können mit Hilfe der Anlauttabelle zwar einfache Texte lesen, benötigen hierfür aber Übungen, Spiele, Lesetexte oder Arbeitsblätter mit kurzen, leichten Wörtern. Erstlesebücher mit ihrer ersten Lesestufe, haben zwar kurze Texte, sind aber für die Leseförderung nicht besonders gut geeignet, da sie mit zu langen und komplizierten Wörtern und Sätzen geschrieben sind.

Jeder Förderlehrer kann durch Übungen und Tests in der Förderdiagnostik nachweisen, dass Leseanfänger mit dem Erkennen der einzelnen Buchstaben schon so viel zu leisten haben, dass sie mit dem Erkennen von Buchstabenkombinationen (au, ei, ch, sch, …) oft überfordert sind. Um das traditionelle Übungsmaterial zur Leseförderung zu erweitern, verzichte ich bei den ersten Geschichten auf Wörter mit Buchstabenkombination. Diese einfachen Lesetexte sind gute Lesebungen, die den Kindern Spaß machen, da sie damit früher sinnverstehend lesen können.

Die Bedeutung der Stufen des Leselernprozesses
bei der Leseförderung


Durch meine Arbeit in der Leseförderung weiß ich, dass der Leselernprozess ein vielschichtiges Thema ist. Eine gezielte Hilfe und Leseförderung bedarf daher aller Stufen des Leselernprozesses, was gerade in der Primarstufe beachtet werden muss. Hier ein kurzer Überblick zu einzelnen Modulen im Anfangsunterricht von Leseanfängern und Erstlesern:

1.) Für die Wahrnehmungsförderung und das Interesse an Büchern wird in der Kindergartenarbeit immer mehr getan.
2.) Die Unterrichtskonzepte für den ersten Umgang mit Buchstaben und Silben werden immer besser.
3.) s.u.
4.) Fürs Textverständnis von immer längeren Texten gibt es Übungen.
5.) Fürs Textverständnis von immer komplexeren Texten gibt es Übungen.

Für 3.) gibt es zu wenig einfache Texte für Leseanfänger und Erstleser zur gezielten Leseförderung. Kürzere Texte, bzw. Texte in großer Schrift reichen zum Erlernen der Schriftsprache nicht aus. Eine Fremdsprache versteht man auch nicht deshalb besser, indem sie lauter gesprochen wird. Wenn vorangegangene Stufen im Leselernprozess nicht gefestigt sind kommt es gerade beim Leselernprozess zu Problemen in Stufe 4.) und 5.).

Wichtige Zwischenstufen in der Leseförderung

Aus diesem Grund habe ich für die Leseförderung ein innovatives Förderkonzept entwickelt, welches aus folgenden Bausteinen besteht:

zu 2.) Vorstufe: Behandlung und Wiederholung der Buchstaben
(erst Vokale und stimmhafte Konsonanten, später Plosivlaute und seltenere Buchstaben).
zu 3.) Kurze, einfach zu lesende, aber spannende Geschichten
– Stufe A: lautgetreue Texte, nur aus buchstabengetreuen Wörtern
– Stufe B: Stolpersteine wie „ei“, „eu“, „ch“, „sch“, „st-/sp-“ werden gezielt eingeübt.
– Stufe C: Einfache Wörter, zzgl. alle Funktionswörter (ich, ihm, wie, …)
– Stufe D: Sicherung des Grundwortschatzes

Viele Leseanfänger und Erstleser haben bei Tests bestätigt, dass durch dieses Aufbautraining in der Leseförderung, so den Textinhalt besser verstehen und schneller zu erfolgreichen Erstlesern werden. Für eine gezielte Leseförderung muss weiterhin für jedes Kind mit Leseproblemen eine gezielte Diagnose gestellt werden, da jeder Leseanfänger auf einem anderen Gebiet seine Defizite hat. Gerade bei der Leseförderung muss man den Leselernprozess genau beachten, damit man bei der Leseförderung einen Lesefortschritt erzielen kann und sich die Symptome der Leseprobleme verringern.

-> Die Stufen des Leselernprozesses im Detail

-> Definitionen in der Lautlehre

Leseförderung bis zum flüssig lesen lernen

Diese Geschichten unterstützen die Leseförderung durch ein didaktisch neues Trainingsprogramm, so können Leseanfänger und Erstleser lesen üben und haben bald das Gefühl: „Ich kann selberlesen!“

Start mit den Buchstaben bei der Leseförderung:
1. Vokale
2. dehnbare Konsonanten (l, m, n, …)
3. Plosivlaute (k, t, p, …)
Seit Oktober 2010 gibt es in der Lese-Drehscheibe (Online-Zeitschrift für Kindergarten/Grundschule) eine Fortsetzungsgeschichte mit Moro.

Für eine individuelle Leseförderung braucht man zusätzliche Lesetexte in jeder Stufe. Folgendes Übungsmaterial hat sich bei uns in der Praxis bewährt.

Für die Leseförderung: Bücher zum Lesen lernen
Wenn alle Buchstaben eingeführt sind, wollen Erstklässer Texte/Geschichten/Bücher zum Lesen. Bis ein flüssiges Lesen mit Wörtern aller 52 Buchstaben beherrscht wird, sollten Kinder besonders in der Leseförderung nicht überfordert werden. Denn nur durch Leseerfolg wächst Lesemotivation und Lesefreude.
Hier setzt die SELBER-LESEN-Reihe „Mara und Timo“ an.
-> Leseprobe eines Textes zur Leseförderung
Für diese Bücher zur Leseförderung gibt es Verständnisfragen im Antolin.

Gute Lernsoftware zur Leseförderung
Lesen 1Zur Leseförderung gehört auch die gezielte Förderung von Teilleistungsstörungen der Wahrnehmung. Hierfür, wurden 15 Lernspiele zum Lese-Rechtschreiberweb entwickelt. Dieser Spiele-Baukasten ist lernpsychologisch durchdacht und fördert schwerpunktmäßig das differenzierte Hören und den routinierten Umgang mit Buchstaben und Lauten, z.B. Raumlage b d p q.

Vom Einfachen zum Schwereren bei der Leseförderung:
4. Diphthonge (ei, au, eu)
5. Dehnungen (ie, -h)
6. Umlaute (ä, ö, ü, äu)
7. Mehrgraphen (ch, sch, …)
8. besondere Grapheme (st-/sp-)
9. Fremdwörter (z.B. Jeans, Garage)
Erst ab dieser Stufe gibt es von vielen Verlagen Bücher als Lesebausteine für Erstleser von wenig Text bis hin zu langen Geschichten, die man zur Leseförderung gut einsetzen kann.

Individuelle Leseförderung im Deutschunterricht

Trotz eines einheitlichen Unterrichtes in der Grundschule stehen die Schüler bereits in der 1. Klasse auf verschiedenen Stufen der Lesekompetenz. Da Leseanfänger noch Buchstabe für Buchstabe lesen, haben sie mit Wörtern, die Buchstabenkombinationen enthalten oft große Probleme.

Wir erfahrenen Leser wissen dass „E-I-N F-R-E-U-N-D“ – „ain Froind“ ausgesprochen wird. Wenn Leseanfänger nicht verstehen was sie lesen, wie lange (insbesondere Jungs) probieren es dann noch? Warum sind Bücher und Geschichten für Erstleser zwar kurz, aber mit der vollen Komplexität der deutschen Sprache behaftet?

Erwachsene, die nie Probleme beim Lesen hatten, können sich das oft nicht vorstellen, dass lesen lernen sehr schwer sein kann. Mit diesem neuen Konzept zur Leseförderung (s.o.) können nun Eltern, Lehrer und Erzieher Leseprobleme vorbeugen oder überwinden helfen. Folgende Unterrichtsideen machen den Kindern in der Leseförderung sehr viel Spaß:
„Buchstabentage, Wortbaustelle, Lesedose, Schwingen, Zeichnen, Bewegungsübungen, …

Damit das Leseverständnis bei Leseanfängern und Erstlesern früher eintritt und somit der Leseerfolg und die Leselust sich entwickeln können, habe ich gezielt Geschichten für Leseanfänger und Erstleser, die nur aus Wörtern ohne Buchstabenkombination bestehen. Daher kann man diese Geschichten sehr gut zur Therapie und zur Leseförderung an Grundschule, Förderschule und Hauptschule einsetzen.

Wenn Kinder gerne lesen, werden sie feststellen, dass ein gutes Buch, wie ein guter Freund sein kann. Ersetzen kann ihn ein Buch nicht, aber man kann mit einem Buch viele neue Abenteuer erleben und dadurch den Horizont erweitern.

„Stiftung Lesen“ schreibt unter „Thematische Buchtipps 2009 – Die Schule geht los“: „So motiviert man Kinder ab 6-7 Jahren!“

-> Leseprobe eines Textes zur Leseförderung

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Über Birgit Sommer

Jeder Leseanfänger steht einmal auf der Schwelle zwischen Buchstaben kennen und Lesen können, daher brauchen sie auch einfachere Geschichten zum flüssig Lesen lernen. Gerne gebe ich auch Lesungen oder Seminare. Viele Grüße, Birgit Sommer (Autorin für Leseanfänger und leseschwache Kinder)
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