Erstlesebücher für Erstleser

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Erstleser brauchen gute Erstlesebücher

Foto: privat

Erstleser benötigen eine Menge Ermutigung und nicht Entmutigung. Erstleser können mit Hilfe der Anlauttabelle zwar einfache Texte lesen, benötigen hierfür aber Lesetexte mit kurzen, leichten Wörtern. Erstlesebücher mit ihrer ersten Lesestufe, haben zwar kurze Texte, sind aber für Erstleser nicht besonders gut geeignet, da sie mit zu langen und komplizierten Wörtern und Sätzen geschrieben sind.

Wie jeder weiß, der mit einem Erstleser zusammenarbeitet, haben Erstleser mit dem Erkennen der einzelnen Buchstaben, schon so viel zu leisten, dass Erstleser mit dem Erkennen einzelner Buchstabenkombinationen (au, ei, ch, sch, …) oft überfordert sind. Daher verzichte ich bei den ersten Geschichten auf Wörter mit Buchstabenkombination. Diese einfachen Lesetexte sind gute Leseübungen, die einem Erstleser Spaß machen, da er damit früher sinnverstehend lesen kann und somit Erstlesebücher mit Freude lesen kann.

So können Erstleser leichter flüssig lesen lernen

Diese Geschichten für Erstleser unterstützen die Leseförderung durch ein didaktisch neues Trainingsprogramm, so können Erstleser lesen üben und haben bald das Gefühl: „Ich kann selberlesen!“

Start mit den Buchstaben:
1. Vokale
2. dehnbare Konsonanten (l, m, n, …)
3. Plosivlaute (k, t, p, …)
„Mit Moro lesen lernen“, berücksichtigt diese Kriterien.
Seit Oktober 2010 gibt es in der Lese-Drehscheibe (Online-Zeitschrift für Kindergarten/Grundschule) eine Fortsetzungsgeschichte mit Zauberer Moro und Hexe Emma.

Für eine individuelle Leseförderung von einem Erstleser braucht man zusätzliche Lesetexte in jeder Stufe. Folgendes Übungsmaterial hat sich bei uns in der Praxis bewährt:

Erstlesebücher
Wenn alle Buchstaben eingeführt sind, wollen Erstklässer Erstlesebücher lesen. Bis ein flüssiges Lesen mit Wörtern aller 52 Buchstaben beherrscht wird, sollten Erstleser beim Lesetraining nicht überfordert werden. Denn nur durch Leseerfolg wächst Lesemotivation und Lesefreude.
Hier setzt die Leseförderung der SELBER-LESEN-Reihe „Mara und Timo“ an. -> Leseprobe
Für diese Erstlesebücher gibt es passende Verständnisfragen im Antolin.

Gute Lernsoftware mit Förderspielen für Erstleser
Lesen 1Zur Leseförderung in der Grundschule oder Zuhause gehört auch die gezielte Förderung von Teilleistungsstörungen der Wahrnehmung. Hierfür, wurden 15 Lernspiele zum Lese-Rechtschreiberweb entwickelt. Dieser Spiele-Baukasten ist lernpsychologisch durchdacht und fördert schwerpunktmäßig das differenzierte Hören und den routinierten Umgang mit Buchstaben und Lauten, z.B. Raumlage b d p q.

Vom Einfachen zum Schwereren:
4. Diphthonge (ei, au, eu)
5. Dehnungen (ie, -h)
6. Umlaute (ä, ö, ü, äu)
7. Mehrgraphen (ch, sch, …)
8. besondere Grapheme (st-/sp-)
9. Fremdwörter (z.B. Jeans, Garage)
Erst ab dieser Stufe gibt es von vielen Verlagen Erstlesebücher als Lesebausteine zum Lesen lernen und für Erstleser von wenig Text bis hin zu langen Geschichten, die man zur Leseförderung gut einsetzen kann.

Erstleser und die Stufen des Leselernprozesses

Durch meine Arbeit mit Erstlesern weiß ich, dass Leseförderung ein vielschichtiges Thema ist. Eine gezielte Leseförderung für Erstleser bedarf daher aller Stufen des Leselernprozesses, was gerade in der Primarstufe beachtet werden muss.
Hier ein kurzer Überblick zu den einzelnen Modulen im Anfangsunterricht:

1.) Für die Wahrnehmungsförderung und das Interesse an Büchern wird in der Kindergartenarbeit immer mehr getan.
2.) Die Erstlesefibeln für den ersten Umgang mit Buchstaben und Silben
werden immer besser.
3.) Erstleser lernen lesen, s.u.
4.) Fürs Textverständnis von immer längeren Texten gibt es Übungen.
5.) Fürs Textverständnis von immer komplexeren Texten gibt es Übungen und Strategien.

Für 3.) gibt es zu wenig einfache Erstlesebücher für Erstleser. Kürzere Texte, bzw. Texte in großer Schrift reichen zum Schriftspracherwerb nicht aus. Eine Fremdsprache versteht man auch nicht deshalb besser, indem sie lauter gesprochen wird. Wenn vorangegangene Stufen im Leselernprozess nicht gefestigt sind kommt es zu Problemen in Stufe 4.) und 5.).

Aus diesem Grund habe ich für die Leseförderung für Erstleser ein innovatives Förderkonzept entwickelt, welches aus folgenden Bausteinen besteht:

Ergänzte Lesestufen für Erstleser

zu 2.) Vorstufe: Wiederholung der Buchstaben (erst Vokale und stimmhafte Konsonanten,
später Plosivlaute und seltenere Buchstaben).
zu 3.) Kurze, einfach zu lesende, aber spannende Geschichten
– Stufe A: lautgetreue Texte, nur aus buchstabengetreuen Wörtern
– Stufe B: Texte mit Stolpersteinen „ei“, „eu“, „ch“, „sch“, „st-/sp-„, zu gezielt üben
– Stufe C: Einfache Wörter, zzgl. alle Funktionswörter (ich, ihm, wie, …) im Text
– Stufe D: Texte zur Sicherung des Grundwortschatzes

Viele Erstleser haben bestätigt, dass durch dieses Konzept der Leseförderung, Erstleser den Textinhalt besser verstehen und so schneller zu erfolgreichen Erstlesern werden. Es hat zwar jeder Erstleser auf einem anderen Gebiet seine Leseprobleme, aber gerade bei einem Erstleser muss man den Leselernprozess genau beachten, damit man bei jedem Erstleser einen Lesefortschritt erzielen kann und er somit Spaß am Lesen von Erstlesebüchern bekommt.

-> Die Stufen des Lesen lernens bis zum Erstleser im Detail

-> Definitionen in der Lautlehre

Die individuelle Leseförderung für Erstleser

Trotz eines einheitlichen Unterrichtes in der Grundschule stehen Erstleser bereits in der 1. Klasse auf verschiedenen Stufen der Lesekompetenz. Da Erstleser noch Buchstabe für Buchstabe lesen, haben sie mit Geschichten (die Wörter mit Buchstabenkombination enthalten) oft große Probleme.

Wir erfahrenen Leser wissen dass „E-I-N F-R-E-U-N-D“ – „ain Froind“ ausgesprochen wird. Wenn Erstleser aber nicht verstehen, was sie lesen, wie lange (insbesondere Jungs) probieren sie es dann noch? Warum sind Erstlesebücher zwar kurz, aber mit der vollen Komplexität der deutschen Sprache behaftet?

Erwachsene, die nie Probleme beim Lesen hatten, können sich das oft nicht vorstellen, dass lesen lernen ein hartes Stück Arbeit ist und behaupten: „Lesen hat noch jeder einmal gelernt.“ Wie ist es dann zu erklären, dass 5% der Erwachsenen in Deutschland Analphabeten sind?

Damit das Leseverständnis bei Grundschulkindern früher eintritt und somit der Leseerfolg und die Leselust sich entwickeln können, habe ich gezielt Erstlesebücher geschrieben, die nur aus Wörtern ohne Buchstabenkombination bestehen. Daher kann man diese Erstlesebücher sehr gut zur Leseförderung von Erstlesern in Grundschule oder Förderschule einsetzen.

Folgende Unterrichtsideen machen meinen Kindern sehr viel Spaß:
Wortbaustelle, Lesedose, Buchstaben und Silben Schwingen, Bewegungsübungen, …

Wenn Erstleser anfangen Erstlesebücher gerne zu lesen, werden sie feststellen, dass ein gutes Buch, wie ein guter Freund sein kann. Ersetzen kann ihn ein Buch nicht, aber man kann mit einem Buch viele neue Abenteuer erleben und dadurch den Horizont erweitern.

„Stiftung Lesen“ schreibt unter „Thematische Buchtipps 2009 – Die Schule geht los“: „So motiviert man Kinder ab 6-7 Jahren!“

-> Leseprobe für Erstleser

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© Birgit Sommer, Kinderbuchautorin für Erstleser

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Über Birgit Sommer

Jeder Leseanfänger steht einmal auf der Schwelle zwischen Buchstaben kennen und Lesen können, daher brauchen sie auch einfachere Geschichten zum flüssig Lesen lernen. Gerne gebe ich auch Lesungen oder Seminare. Viele Grüße, Birgit Sommer (Autorin für Leseanfänger und leseschwache Kinder)
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