… über Leseanfänger- und Erstlesebücher

Bedingt durch eine lautgetreue, aber korrekte Schreibung, d.h. es werden nur Wörter verwendet, die buchstabengetreu gelesen werden, können Leseanfänger flüssiger lesen und schneller das Gelesene verstehen, denn Kinder wollen selber lesen!

Bücher für Erstleser (diese können bereits lesen) verwenden neben den einfachen Buchstaben des Alphabets auch alle „Buchstabenfolgen“ – Beispiel: „eu“ in Freund wird „oi“ gesprochen (näheres hierzu unter: Erwartungen an Leseanfängerliteratur).

Die neue Reihe „SELBER LESEN“ wurde speziell für echte Leseanfänger und Kinder mit einer Leseschwäche oder gar Legasthenie entwickelt. Aus diesen Gründen werden Wörter mit „schwierigen Buchstabenfolgen“ in der Stufe A der Reihe „SELBER LESEN“ nicht verwendet.

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SELBER LESEN – Die Reihe für Leseanfänger
Alle drei Bücher im DinA5 Heftformat
Geschichten und Texte von Birgit Sommer:

-> Leseprobe und Buchdaten (Titel und ISBN)

-> nach oben

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Zu diesem Thema (Leseanfänger/Erstleser, Leseprobleme, Lese-/Rechtschreibschwäche (LRS) sowie Legasthenie gebe ich auch Vorträge, Lesungen und Buchvorstellungen.
Nachfolgend ein paar Auszüge hierzu:
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Auszug aus meiner Buchvorstellung beim Diözesentag
vom St. Michaelsbund Bamberg am 08.05.2010

„Es ist wichtig, bei Kindern die Lust am Lesen zu wecken“
Es gibt Kinder die Bücher regelrecht verschlingen (richtige Erstleser)
ABER:
20% der Kinder tun sich beim Lesen lernen schwer
(haben eine Leseschwäche -> Leserechtschreibschwäche (LRS) -> sind gar Legastheniker)
5-10% der Erwachsenen sind Analphabeten

Daher habe ich mich mit der Erstleserliteratur näher beschäftigt.
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Erwartung an Bücher für Leseanfänger/Erstleser:
-> Lesefähigkeit fördern
-> Lesefluss fördern
-> Leseverständnis fördern
-> Freude am Lesen wecken

Leseanfänger-Bücher sollen nicht überfordern
denn das würde Langeweile wecken

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Erstleserliteratur ist in Fibelschrift
26 Zeichen in Groß- und Kleinbuchstaben ist viel.
Doch gängige Erstleserliteratur hat auch viele Buchstabenfolgen wie:

Vokalverbindungen/Doppellaute:
ei spricht man: ai
eu spricht man: oi

Konsonantenverbindungen, die zu einem neuen Laut werden:
ch, ck, sch, st-/sp-
Dehnungen (-e, -h):
ie spricht man: ii
eh spricht man: ee

Umlaute:
ä, ö, ü, äu
Dies soll kein Problem sein, nur die Schriftart bei a oder g?
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Um den Leseanfängern schon früh einen Leseerfolg mit Textverständnis zu vermitteln, sind die Geschichten der Reihe SELBER LESEN – Stufe A
– ohne Buchstabenfolgen, die eine Lautwertänderung
der Buchstaben zur Folge haben
– ohne Umlaute
– ohne Fremdwörter, deren Buchstaben anders als im Deutschen ausgesprochen werden (z.B. Orange), geschrieben.
-> es werden nur Wörter verwendet, die buchstabengetreu gelesen werden!
Dadurch wird das Lesenlernen vereinfacht, ähnlich wie den Kindern das Schreibenlernen durch eine lautgetreue Schreibung vereinfacht wird.

Nach jeder Doppelseite gibt es eine kleine Verständnisaufgabe

-> Leseprobe und Buchdaten (Titel und ISBN)

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Zusammenfassung meines Vortrags
auf der Leipziger Buchmesse am 20.03.2010

Über Leseanfänger und Erstleserbücher
„Es ist wichtig, bei Kindern die Lust am Lesen zu wecken“
Vorstellung der Neuen Reihe „SELBER LESEN“ von Birgit Sommer.

Was hebt diese Serie für Leseanfänger und zur Leseförderung von der bisherigen „Erstleserliteratur“ mit ihren kurzen Texten/Geschichten/Büchern ab?
Sie schließt die Lücke zwischen der Fibel und den Erstleserbüchern,
indem alle Geschichten lautgetreu, aber korrekt geschrieben sind. D.h. es werden nur Wörter verwendet, die buchstabengetreu gelesen werden.

Ich unterscheide absichtlich zwischen Leseanfängern und Erstlesern. Ein Erstleser kann schon lesen, während ein Leseanfänger sich noch mit dem Erkennen und zusammensetzen der Buchstaben abmüht.

Durch das Auslassen der „Stolpersteine“, wie „ei“, „au“, „eu“ wird das Lesen für Leseanfänger flüssiger und sie erfassen den Textinhalt besser. So können Leseprobleme vorgebeugt werden. Und die Leseanfänger entwickeln sich schneller zu Erstlesern.

Der Leselernprozess
Mit Hilfe der Anlauttabelle buchstabieren Erstklässer erste einfache Wörter. Aber der Leseanfänger müht sich in diesem Stadium noch mit dem Erkennen und zusammenziehen der einzelnen Buchstaben ab.

Die Schüler dürfen lautgetreu Schreiben, warum gibt es (außer in vielen Fibeln) keine buchstabengetreuen Geschichten zu lesen? Denn es ist ein Unterschied, ob ich einem Laut ein bestimmtes Zeichen zuordnen soll oder umgekehrt.

Das Leseverständnis
Leider ist Lesen in den ersten Lesejahren oft Schwerstarbeit. Daher hört man von Leseanfängern oft: das Lesen wäre langweilig. Wobei die Kinder sehr oft missinterpretiert werden und man nach spannenderen Texten sucht.

In Wirklichkeit verstehen die Leseanfänger meist nicht was sie zusammenbuchstabieren. Denn beim Lesenlernen, lesen Kinder anfänglich Buchstabe für Buchstabe und ihnen ist oft nicht bewusst, was sie gelesen haben.

Um ein flüssiges Lesen von Anfang an zu bieten, verwende ich nur buchstabengetreue Wörter, d.h. ich schreibe lautgetreu, aber korrekt, dadurch werden die „Hürden“ wie „ch“ oder „sch“ in der Stufe A nicht verwendet. Weiterhin sind alle Sätze nur einzeilig. Das hilft den Leseanfängern, den Textinhalt besser zu verstehen und sie entwickeln sich automatisch zu erfolgreichen Erstlesern.

Wie motiviert man Kinder zum Lesen?
Wenn Kinder endlich mit mehr oder weniger Mühe die Buchstaben gelernt haben und zu Wörtern zusammenzusetzten, dann wollen sie auch lesen! Um die Leseanfänger nicht zu entmutigen, wäre es besser, man schreibt für sie lautgetreue (aber korrekt geschriebene) Geschichten. So motiviert man Kinder zum weiter lesen, das schreibt auch Stiftung Lesen (siehe unten).

Was erwartet man von einem Buch für Leseanfänger?
Die Anforderungen an ein gelungenes Buch für Leseanfänger sind wie auch für Erstleser anspruchsvoll, denn ein Leseanfänger-/Erstleserbuch soll:
– Lesefähigkeit trainieren
– den Lesefluss fördern
– eine klar erkennbare Erzählstruktur haben
und sollen trotzdem interessante Geschichten beinhalten.

Die Herausforderung an Autoren für Leseanfängerbücher
Die Geschichten für Leseanfänger sollen interessant und abwechslungsreich sein und trotzdem einfache Wörter enthalten.

Wie bin ich da vorgegangen? Mit Hilfe des Grundwortschatzes und Kinderlexika habe ich nach lautgetreuen Worten gesucht und die ersten Geschichten geschrieben, von denen einige in: „Hallo, wir sind Mara und Timo“, Verwendung fanden.

Erlernt ein Jeder das Lesen?
Wenn ich meiner Verwunderung über die vielen schwierigen Erstlesertexte laut äußerte, erntete ich oft nur Verwunderung: Es hätte noch ein jeder Lesen gelernt. Laut einer Studie haben bis zu 20% der Kinder Probleme beim Lesen lernen. Genau deshalb braucht man spezielle Programme für Leseanfänger. Denn wir sollten den Kindern dabei helfen, zu Lesern zu werden!

Die Hefte „Mara und Timo“ können sowohl in der Leseförderung der Grundschule, als auch zu Hause eingesetzt werden. „Es ist wichtig, bei Kindern die Lust am Lesen zu wecken.

Die Freude am Lesen
Aber geht es nur ums lesen lernen oder auch darum den Kindern die Freude an Büchern zu vermitteln? Bedingt durch die lautgetreue Schreibweise (nur mit Verwendung von buchstabengetreuen Wörtern), machen wir mit den Heften der „SELBER LESEN“ – Reihe den Kindern den Lesestart etwas leichter und motivieren sie so zum Weiterlesen“.
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Genau wie Kirsten Boie, hat Birgit Sommer beim Lesen lernen ihrer Tochter festgestellt, dass Schüler am Anfang des Leselernprozesses erhebliche Probleme mit der geschriebenen Sprache haben.

Normalerweise geht man davon aus, dass Kinder in der ersten Klasse mit dem Erkennen verschiedener Schriftarten Probleme haben. Weshalb einige Erstklasslehrer im Anfangsleseunterricht nur einheitliche Blockbuchstaben verwenden, da sich hierdurch die Anzahl an Buchstaben halbiert (auf 26, bzw. 29 wenn man die Umlaute mitzählt.)

Wenn ein gleicher Laut verschieden dargestellt wird (a = a, aa, ah / f = f, v, ph), ist das ein Problem beim Schreibenlernen, was jedem Grundschullehrer bewusst ist; weshalb die Bildung der ersten Wörter und Sätze von den Schülern der ersten Klasse noch lautgetreu erfolgen darf. Viel komplexer sind jedoch die Buchstabenkombinationen. Auch dieser Problematik kommen Lehrer im Anfangsschreibunterricht der Schule mit der lautgetreuen Schreibung entgegen.

Wie können nun Lehrer ihre Schüler beim Lesen lernen besser unterstützen? Grundschüler müssen nicht nur sofort (wenn auch mit Anlauttabelle) 52 verschiedenen Buchstaben wiedererkennen, sondern auch noch ihre verschiedenen Bedeutungen in Kombination mit anderen Buchstaben erkennen und wiedergeben.

Aber ein Schüler kann beim Lesen eines Normaltextes, wie auch Erstlesertextes nicht Buchstabe für Buchstabe aneinander reihen und dann ein sinnvolles Wort wiedergeben, denn ein Buchstabe entspricht üblicherweise einem Laut, doch in Kombination mit anderen Buchstaben ändert sich deren Aussprache.

Um den Schülern einen schnelleren Lern-, sprich Leseerfolg, zu gewährleisten, sollten Lehrer für ihre Schüler spezielle Texte zur Verfügung haben, bei denen die Schüler das zusammenziehen der einzelnen Buchstaben zu einem Wort trainieren können. Erst im späteren Verlauf sollten Wörter mit Buchstabenverbindungen sowie Fremdwörter, die von der deutschen Aussprache abweichen, von den Lehrern eingeführt werden.

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Empfehlung von Stiftung Lesen
Stiftung Lesen schreibt unter der Rubrik: „Die Schule geht los“:
„Die neue Reihe „SELBER LESEN“ wurde speziell für Leseanfänger und Kinder mit Leseschwäche entwickelt, indem Stolpersteine wie Umlaute (ä, ö, ü, äu), Vokalverbindungen (ei, eu, au) und dergleichen vermieden werden, gelingt es den Kindern leichter, den Textinhalt zu erfassen und schneller Erfolgserlebnisse im eigenständigen Lesen zu verbuchen. So motiviert man Kinder!“

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SELBER LESEN – Die Reihe für Leseanfänger
Geschichten und Texte von Birgit Sommer:
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Über Birgit Sommer

Jeder Leseanfänger steht einmal auf der Schwelle zwischen Buchstaben kennen und Lesen können, daher brauchen sie auch einfachere Geschichten zum flüssig Lesen lernen. Gerne gebe ich auch Lesungen oder Seminare. Viele Grüße, Birgit Sommer (Autorin für Leseanfänger und leseschwache Kinder)
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